Sonntag, 29. Mai 2011

3500 gingen in Kiel gegen Atomkraft auf die Straße - Bilder von der Demo

atomkraft_kiel
3500 Bürger forderten in Kiel unter dem Motto "Atomausstieg - Wann, wenn nicht jetzt?!" den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft

Am Samstag, 28.05.2011, versammelten sich rund 3500 Demonstranten auf dem Bahnhofsvorplatz in Kiel, um gegen Atomkraft zu protestieren. Bei sonnigem Wetter ergriffen verschiedene Redner das Mikro, unter anderem von Greenpeace, BUND und Avanti, die sehr gut verdeutlichten, welche Probleme und Gefahren die Atomkraft für unsere Menschheit mit sich bringt bzw. zum Beispiel schon in Tschernobyl gebracht hat. Außerdem forderten sie mehrfach die sofortige und sozialverträgliche Ablösung der Atomkraft durch die erneuerbaren Energien, die bereits heute schon ganz Schleswig-Holstein versorgen könnten. Ebenfalls wurde die Demonstration durch die Organisation IPPNW, x-tausendmal quer, den DGB, die IG Metall, DIE LINKE, die Grünen, SPD, Jusos und SDAJ unterstützt. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurden Flyer verschiedener Parteien und Organisationen verteilt.

Gegen 13:00 Uhr startete der Demozug durch Kiel in Richtung Rathausplatz. Vom sehr eindrucksvollen Demozug waren Parolen wie "Abschalten!" oder "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr auf Atomkraft baut" zu hören und gleichzeitig riefen die Demonstranten mehrfach dazu auf sich in die Demo einzureihen. Vor dem Haus der Wirtschaft (IHK) wurde eine symbolische Sitzblockade durchgeführt.
Um ca. 14:00 Uhr trafen die Protestler auf dem Rathausplatz ein, wo bereits .ausgestrahlt, DIE LINKE, die Grünen und Greenpeace Infostände aufgebaut hatten, welche sehr gut angenommen wurden. Besonders beim Stand der Linkspartei war gut zu erkennen, das die Leute sich sehr für die Ausstiegskonzepte und die Forderungen der Partei interessierten. Ebenfalls fanden auch an den anderen Ständen interessante und wichtige Gespräche statt, während auf der Bühne weitere Redner die Stilllegung aller Atomanlagen forderten. Gegen 15:15 löste sich die Demonstration langsam auf und die Teilnehmer, welche beispielsweise aus Husum, Schleswig, Eutin oder sogar Mölln kamen, traten den Heimweg an.
Bundesweit demonstrierten etwa 160.000 Menschen in 21 größeren Städten Deutschlands gegen Atomkraft.

Mehr als enttäuschend fand ich die Beteiligung in Rendsburg, da außer einem Parteifreund und mir niemand zum Rendsburger Bahnhof kam, um mit Gruppentickets zur Demo zu fahren. Immerhin wurde diese Anreisemöglichkeit auf der offiziellen Seite anti-atom-demo.de eingetragen und war somit für jeden einsehbar. Wir sind schließlich an diesem Tag auf die Straße gegangen, um für eine atomfreie Zukunft friedlich zu protestieren, was also auch die Bürger Rendsburgs und Umland betrifft!



Zur Verwendung der Bilder: Die Bilder stehen unter der CC-BY-SA Lizenz. Das bedeutet: Die Bilder dürfen verbreitet werden und dürfen auch nach freien Wünschen bearbeitet werden. Auch für kommerzielle Projekte stehen diese Bilder kostenlos zur Verfügung. Wichtig: Mein Name und der direkte Link zum Blog muss stets mit angegeben werden. Weitergabe der Bilder bitte nur unter gleichen Bedingungen!


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Donnerstag, 26. Mai 2011

10 Tipps - Das kann wirklich jeder zu einer besseren Gesellschaft beitragen


So sieht der verantwortungslose Umgang des Menschen mit der Natur aus! - Jeder kann etwas zum Umweltschutz beitragen.
Bildquelle: aboutpixel.de / verbraucht © YariK

Wörter wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit finden wir mehr und mehr in unserem Alltag wieder. Heute redet die Politik von Klimaschutzzielen und dem Ausstieg aus der Atomkraft, große Konzerne verkaufen verstärkt faire und ökologische Produkte und versuchen sich gleichzeitig einen grünen Anstrich zu geben und auch wir ganz normalen Verbraucher müssen in Zukunft mehr zum Umweltschutz beitragen, da wir schließlich alle gemeinsam auf dieser Erde leben und ein wirksamer Umweltschutz nur durch viele Menschen umgesetzt werden kann. Deshalb gibt es jetzt 10 Tipps zu den Themen Umweltschutz, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, die wirklich jeder von uns umsetzen und befolgen kann:

1. Endlich mal abschalten
Spätestens seit Fukushima wissen wir, dass auch sehr moderne Atomkraftwerke nicht sicher sind und somit eine globale Bedrohung darstellen. Außerdem ist bislang noch kein sicheres Endlager für den anfallenden Atommüll gefunden worden, weil es dieses nie geben wird! Außerdem darf Deutschland in Zukunft nicht auf Kohlekraft setzen, da Kohlekraftwerke durchschnittlich 1000 Gramm CO2 pro kWh ausstoßen und Kohle kein nachhaltiger Energieträger ist, da die Kohlevorräte zur Neige gehen und sehr teuer und energieaufwendig gewonnen werden müssen.
Darüber hinaus liegt fast die gesamte deutsche Stromversorgung in den Händen von den vier Konzernen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, welche für die Zukunft nicht planen aus der Atom- und Kohlekraft auszusteigen, da für diese Konzerne die extreme Profitmaximierung vor dem Erhalt der Natur steht. Und genau aus diesen Gründen ist es sehr wichtig, dass wir Verbraucher uns wehren und zu einem echten Ökostromanbieter wechseln, da auch die vier großen Stromversorger angeblichen Ökostrom anbieten.
Deutschland muss im Bereich der erneuerbaren Energien eine Vorreiterrolle annehmen und andere europäische Länder ermutigen auch in erneuerbare Energien zu investieren.

Deshalb heißt es jetzt: Atomausstieg selber machen!

2. Sei stilvoll - Faire Kleidung aus Biobaumwolle

Viele können sich fair gehandelte Kleidungsstücke nicht leisten, weshalb sie auf günstige Mode-Discounter zurückgreifen müssen. Das ist vollkommen nachvollziehbar und doch gibt es auch dafür eine Lösung: Einfach weniger Kleidung kaufen und für das eingesparte Geld dann faire und nachhaltige Kleidungsstücke kaufen. Kein Mensch braucht einen überfüllten Kleiderschrank, oder? Wer sowieso Markenkleidung kauft, kann ganz einfach auf fair Trade Kleidung umsteigen, da diese gleich viel oder sogar weniger kostet! Wie ist das zu erklären: Bei Markenkleidung verdienen die Angestellten in der 3. Welt Hungerlöhne und werden auf schlimmste Weise ausgebeutet. Außerdem ist dort Kinderarbeit erlaubt, Gewerkschaften verboten und Urlaub gibt es für die Arbeiter dort auch nicht. Deshalb kann die Kleidung günstig produziert werden und wird dann deutlich teurer bei uns verkauft. Der Gewinn wandert dann in die Taschen von skrupellosen Managern. Faire Kleidung garantiert allen Arbeitern gute Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne. Die Firmen verdienen weniger und zahlen ihren Angestellten lieber bessere Löhne. Aber auch Kleidungsstücke aus Biobaumwolle lohnen sich für unsere Umwelt: Keine Gentechnik, keine Pestizide und gerinigerer Wasserverbrauch beim Anbau von Biobaumwolle. Kleidung aus Biobaumwolle von H&M und KiK sollte man besser meiden, da diese nicht zertifiziert ist und somit nicht garantiert werden kann, dass dort wirklich Biobaumwolle verarbeitet wurde.

Wo gibt es faire Kleidung aus Biobaumwolle zu kaufen? - Hier geht es zur Übersicht verschiedener Shops.
Auch Second Hand ist eine gute Alternative, um auf umweltfreundliche und günstige Art an neue Kleidungsstücke zu kommen.

3. Be Veggie

Fast das gesamte Fleisch, was in Deutschland verarbeitet wird, stammt aus Massentierhaltung. Dort werden die Tiere sehr schlecht gehalten und erleiden dann einen grausamen Tod, damit wir Menschen Nahrung erhalten, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Folgendes Zitat erklärt die Situation doch ganz gut:"Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht." (George Bernard Shaw)
Statt Fleisch gibt es heute Tofu und andere Alternativen, die eine fleischfreie Ernährung ermöglichen. Außerdem verursacht ein Kilo Rindfleisch 36 Kilogramm Kohlendioxid - So viel wie eine Autofahrt von 250 Kilometern.

4. Demokratie findet 365 Tage im Jahr statt
Wer sich heute nicht in die Gesellschaft einmischt, darf sich am Ende auch nicht beschweren, wenn Umstände herrschen, die einem nicht gefallen. 365 Tage im Jahr haben wir die Möglichkeit unsere Meinung frei zu äußern und die Gesellschaft ein Stück besser zu machen. Eine intakte und funktionierende Demokratie lebt davon, dass sich viele Menschen bei Parteien engagieren. Gerade in der heutigen Zeit wird es immer wichtiger eine politische Meinung zu haben und diese entsprechend zu vertreten. Nur wer sich einmischt, kann unsere Gesellschaft mitgestalten und lebenswert machen.
Dabei ist es egal, ob wir von Stuttgart 21, dem Atomausstieg oder kommunaler Politik sprechen: Viele gesellschaftliche Themen lassen sich nur politisch durchsetzen/verhindern. Auch Demonstrationen sind enorm wichtig für den Erhalt der Demokratie und die gesellschaftliche Aufmerksamkeit verschiedener Themen.
Wer noch nicht weiß, welche Partei zu einem passt, kann sich unter wahlomat.de informieren. Übrigens: Es ist immer der falsche Weg nicht zur Wahl zu gehen!

5. Auf dem Boden bleiben

Ein Flugzeug stößt 8x soviel CO2 aus wie ein ICE auf der gleichen Strecke. Wo es geht, sollte das Flugzeug gemieden werden. Wer auf das Flugzeug aber angewiesen ist, sollte dann jedenfalls Ausgleichszahlungen tätigen: Bei atmosfair kann jeder Flugpassagier Klimaschutzprojekte finanziell unterstützen, um das CO2 vom Flug zu kompensieren. Ein Hin- und Rückflug zwischen Hamburg und Berlin würde dann 9 Euro kosten, was nicht wirklich viel ist. Nicht zu fliegen, ist dennoch viel besser für das Klima!
Außerdem sollten wir möglichst oft auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Sicherlich sind diese teurer als Autofahrten und gleichzeitig ist auch das Netz des ÖPNV noch zu schlecht ausgebaut, aber genau hier ist das Problem: Wir beschweren uns über die steigenden Preise der Bahn, den Serviceabbau und das schlechte Netz und dennoch üben wir nicht genügend Druck auf die Politik aus. Statt aus Protest oder Zwang mit dem Auto zu fahren, sollten wir die Politik gezielt zur Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel auffordern, da dieses in Zukunft eine umweltfreundliche Beförderung sicherstellen würde.
Außerdem brauchen wir zum Beispiel am Wochenende auch nicht 2 km zum Bäcker mit dem Auto fahren, sondern können dafür genauso gut mit dem Fahrrad fahren. Wenn jeder wenigstens ab und zu mit Bus, Bahn und Fahrrad fahren würde, könnten wir das Klima deutlich schonen.
Bildquelle: By Chris from Taipei, Taiwan (Bundi street sceneUploaded by Ekabhishek) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

6. Geben und nehmen
Ist es nicht etwas verrückt, wenn man bedenkt, dass statistisch gesehen jeder Deutsche eine Bohrmaschine besitzt, diese etwa zehnmal im Jahr benutzt und es angeblich Leute gibt, die Löcher bohren, diese dann wieder zuspachteln und so den Kauf der Bohrmaschine rechtfertigen? - Damit man nicht unnötig Geld ausgibt, könnte man auf Werkzeug-Sharing umsteigen. Ein Freund oder Nachbar besitzt einen Rasenmäher, den er an dich verleihen würde, wenn er gleichzeitig dafür die Bohrmaschine ausleihen könnte. So können sich verschiedene Personen gegenseitig mit Produkten versorgen, ohne das diese extra gekauft werden müssen. So müssen weniger Gegenstände produziert werden, was den Geldbeutel entlastet und die Umwelt schont. Das funktioniert übrigens nicht nur mit Werkzeug!
Bildquelle: By Hannes Grobe, AWI (Own work) [CC-BY-3.0], via Wikimedia Commons

7. Sag Bye zu Standby

Auch wenn man es vielleicht gar nicht vermutet: Fernseher, DVD-Spieler, Computer, schnurlose Telefone usw. verbrauchen viel Strom, auch wenn diese gar nicht benutzt werden. Dieser hohe Stromverbrauch im Standby ist unnötig und teuer, da Elektronikgeräte im Bereitschaftszustand ca. 100 Euro pro Jahr verursachen und gleichzeitig vermeidbares CO2 entsteht. Wir gehen dabei viel zu verschwenderisch mit der Ressource Energie um, da deutsche Privathaushalte laut Umweltbundesamt alleine durch Standby Energie im Wert von 3,3 Milliarden Euro verpulvern, was etwa 17 Milliarden Kilowattstunden entspricht. Um diesen Bedarf decken zu können, müssen zwei Atom- bzw. drei Kohlekraftwerke betrieben werden, was absolut vermeidbar wäre. Mit Netzschaltern (siehe Bild) können alle Standby-Geräte immer dann abgeschaltet werden, wenn sie nicht in Betrieb sind. Das verringert unseren CO2-Ausstoß und spart viel Geld und Ressourcen.
Achso: Der Letzte macht das Licht aus!

8. Auch Blätter haben zwei Seiten

In der Schule, am Arbeitsplatz und auch im privaten Leben - Überall fallen große Mengen an Papier an, welches oft nur von einer Seite beschrieben/bedruckt wurde, weshalb es nicht zwangsweise direkt im Müll landen muss. Die Rückseite kann schließlich noch problemlos beschrieben werden. Ist das Blatt dann endgültig vollgeschrieben, sollte das Papier entsprechend entsorgt werden, damit aus diesem Altpapier neues Papier gefertigt werden kann. Darüber hinaus sollten wir alle beim Kauf solcher Produkte auf das Symbol "Der blaue Engel" setzen, da dieses Produkte aus 100% Altpapier garantiert, die nachweislich unsere Ressourcen (z.B. Holz) schonen. Dennoch gibt es auch Logos, die umweltfreundliches Papier versprechen, aber letztlich eine Verbrauchertäuschung darstellen: Mehr Infos!
Des Weiteren muss doch auch nicht alles gleich ausgedruckt werden, oder? Wer also Papier spart, sorgt dafür, dass weniger Wälder abgeholzt werden, weniger CO2 verursacht und Geld gespart wird.

9. Irgendjemand braucht das bestimmt noch

Alte Bücher, ein ausrangiertes Sofa oder ein altmodisches Handy - Es gibt vieles, was nicht mehr gebraucht wird und deshalb im Müll landet. Dabei gibt es oft noch irgendwo einen Abnehmer für all die Dinge, weshalb sich ein Blick ins Internet wirklich lohnt. Als erste Adresse empfiehlt sich natürlich eBay, wo sich sehr gut alte Gegenstände verkaufen lassen. Wer seine Artikel lieber verschenken/tauschen möchte, sollte sich freecycle ansehen, wo jeder Nutzer Artikel verschenken bzw. kostenlos suchen kann. Dort lässt sich oft auch für sehr alte und gebrauchte Artikel noch ein Abnehmer finden.
Falls man speziell auf der Suche nach Kleidung sein sollte, bietet sich Kleiderkreisel an. Dort kann jeder Kleidung kaufen und verkaufen - vollkommen kostenlos! Neben gebrauchter und gut erhaltener Kleidungsstücke lässt sich dort auch Neuware finden.
Nicht gleich alles in den Müll geben, da eine Weitergabe an andere Personen nachhaltig und ressourcenschonend ist! Außerdem oft viel günstiger als ein Neukauf.
Bildquelle: aboutpixel.de / setz dich! © svai

10. In die richtige Tonne damit
Hättest du gewusst, dass Einwegrasier, Fleisch und Fisch in den Restmüll gehören? - Oft denken wir, dass wir richtig trennen und doch unterlaufen uns manchmal Fehler, weshalb ich den Quarks-Mülltrenner empfehle, bei welchem man spielerisch verschiedene Abfallprodukte richtig einsortieren soll. Passend dazu gibt es eine Erklärung.
Ganz schlimm sind übrigens die Leute, die ihren Müll einfach in einen durchsichtigen Plastikmüllsack enstorgen und diesen dann einfach in die schwarze Tonne geben. So entgehen viele wichtige biologische Abfälle, Altpapier und andere recycelbare Stoffe.
Auch gut wäre es, wenn wir anfangen einfach gleich weniger Müll zu produzieren, indem wir Produkte mit weniger Verpackung kaufen oder Verpackungen mehrfach verwenden.
Bildquelle: Public Domain - Bungopolis


Niemand muss Wunder vollbringen und doch kann jeder seinen Teil zum Umweltschutz und zum Erhalt einer guten Gesellschaft beitragen!

Mittwoch, 25. Mai 2011

Wir haben ein Imageproblem!


Mehr Informationen unter: www.saubere-kleidung.de

Montag, 23. Mai 2011

Ranka Prante & Björn Thoroe: Schluss mit Atomkraft!


Sie stellten heute in Rendsburg den Ausstiegsplan der Linkspartei aus der Atomkraft vor

Am heutigen Montag, 23. Mai 2011, lud DIE LINKE zum energiepolitischen Vortrag ins Kreisbüro Rendsburg ein. Dort stellten Björn Thoroe, wirtschaftspolitischer Sprecher der LINKEN im Schleswig-Holsteiner Landtag und Ranka Prante, energiepolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag, den Ausstiegsplan der Partei aus der Atomkraft vor. Sie machten gleich zu Beginn deutlich, dass DIE LINKE die einzige Partei ist, die den Ausstieg aus der Atomkraft bis Ende 2014 durchsetzen möchte. Selbst die Grünen sprechen erst von einem Ausstieg im Jahr 2017, was eine offensichtlich wachsweiche Forderung darstellt. Bereits jetzt können 11 Atomkraftwerke vom Netz gehen, ohne das Deutschland ein Versorgungsengpass droht. Ebenfalls hat sich die Landtagsfraktion das Ziel gesetzt das AKW Brokdorf bis 2012 vom Netz zu nehmen, damit Schleswig-Holstein in Zukunft endgültig kein laufendes Atomkraftwerk mehr hat.

Des Weiteren fordert die Partei die Aufnahme des Atomausstiegs ins Grundgesetz, damit der Ausstieg unumkehrbar wird. Ebenfalls machte Ranka Prante deutlich, dass die Stilllegung der Atomkraftwerke kurzfristig mehr CO2 verursachen wird, was aber langfristig durch den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien stark reduziert wird. Man gibt sich also keiner Utopie hin und ist sich bewusst, dass bei einem bundesweiten Atomausstieg auch die Kohlekraftwerke noch laufen, welche bis 2020 durch erneuerbare Energien komplett ersetzt werden sollen.

Der Ausstiegsplan fordert einen schnellen, aber auch sozialverträglichen Ausstieg, weshalb die Stilllegung der Kraftwerke nicht auf Kosten der Arbeitgeber passieren darf. Aus diesem Grund möchte DIE LINKE positive Beschäftigungseffekte erzielen und viele neue Arbeitsplätze schaffen, da bereits heute rund 340.000 Menschen im Sektor der erneuerbaren Energien arbeiten. Außerdem würde die Schaffung neuer Arbeitsplätze vielen verschiedenen Regionen zugutekommen, da der Ausstiegsplan auch die Dezentralisierung des Strommarktes vorsieht und somit eine regionale Stromversorgung angestrebt wird.

Diese Energiewende muss nicht nur wegen der Ereignisse in Fukushima und der immer größer werdenden Knappheit fossiler emissionsstarker Energien schnell erfolgen, sondern auch, weil Wind-, Wasser-, Solarenergie sowie Bio- und Geothermie bereits gut entwickelte Alternativen darstellen und sinnvoll genutzt werden können. Darüber hinaus machte der wirtschaftspolitische Sprecher Björn Thoroe deutlich, dass die vier Konzerne Vattenfall, RWE, EON und ENBW unglaubliche Umsätze zu verzeichnen haben, aber keiner der Konzerne die Wünsche der Verbraucher wahrnimmt und umsätzt. Er machte ebenfalls deutlich, dass eine Vergesellschaftung der vier Energiekonzerne entscheidend ist, bei welcher die Bürger selbst mitbestimmen können.

Ein weiterer Punkt der sozialen Energiewende ist die öffentliche Daseinsvorsorge, welche auch in den Bereich der Stromversorgung übergreift. Ranka Prante stellte dabei offen fest, dass jährlich rund 800.000 Haushalte keinen Strom mehr beziehen können, da diesen das Geld für die Stromrechnung fehlt. DIE LINKE setzt sich deshalb dafür ein, dass jeder Bürger mit bezahlbarem und erneuerbarem Strom versorgt wird, da dieses ein Grundrecht in unserer Gesellschaft darstellt.

Samstag, 21. Mai 2011

Irgendjemand liest das Buch bestimmt noch

Buecher zum Tausch
Viele Bücher, die keiner mehr liest - Bei Booklooker findet sich trotzdem immer ein Abnehmer
Bildquelle: By Achim Raschka.Achim Raschka at de.wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons

In vielen Haushalten lagern etliche Bücher, die eigentlich keiner mehr liest. Deshalb wäre es mehr als sinnvoll diese Bücher zu verkaufen, da man so seinen Geldbeutel aufbessern kann und gleichzeitig etwas gegen den steigenden Konsum getan wird. Wer also gebrauchte Bücher verkauft (oder verschenkt) sorgt dafür, dass andere Menschen günstig an verschiedene Bücher kommen und so nicht dazu gezwungen sind neue Exemplare zu kaufen. Außerdem könnte so auch ein nachhaltiger Kreislauf entstehen:
Person 1 kauft ein ganz neues Exemplar beim Buchhändler, liest es und verkauft es danach an Person 2 weiter, welche ebenfalls das Buch liest und es dann an Person 3 weiter verkauft usw.

Wo kann ich also meine Bücher erfolgreich verkaufen? - Zuerst denkt man natürlich an eBay und erhofft sich dort einen entsprechenden Umsatz zu erzielen, was leider nur teilweise möglich ist. Wer viele neue und aktuelle Bücher zu verkaufen hat, kann diese bei eBay sehr gut loswerden. Problematisch wird es allerdings, wenn das Angebot der Bücher die Nachfrage übersteigt, weil auf diese Weise viele Bücher nicht verkauft werden und man schließlich nur maximal 10 Tage zum Verkaufen Zeit hat. Gebrauchte und ältere Auflagen verkaufen sich in der Regel eher schlecht bei eBay.
Wer bei Amazon Marketplace Bücher verkaufen möchte, muss sehr gut erhaltene Bücher besitzen, da dort oft ein Überangebot an Büchern herrscht und sich nur die Verkäufer durchsetzen können, die ihre sehr gut erhaltenen Bücher zum günstigsten Preis verkaufen wollen/können.

Viel besser eignet sich booklooker, da dort Bücher aller Art angeboten werden können, selbst wenn keine ISBN vorhanden ist. Auf diesem riesigen Flohmarkt lassen sich neue, gebrauchte und stark abgenutzte Bücher finden. Hier kann wirklich jedes Buch verkauft werden und das bereits ab 0,25 Euro. Wer also alte, stark abgenutzte Bücher besitzt, kann diese problemlos bei booklooker einstellen und wird mit großer Warscheinlichkeit noch einen Käufer finden. Selbstverständlich lassen sich auch neue Exemplare problemlos bei booklooker verkaufen.

Wer immer das günstigste Buch finden möchte, sollte sich BookButler anschauen: Einfach ISBN, Verlag, Autor oder Titel suchen und schon das günstigste Angebot aus über 100 Online-Händlern, Marktplätzen und Tauschbörsen finden.

Gebrauchte Bücher sind nicht nur günstig, sondern nachhaltig und schonen somit die Umwelt und unsere Ressourcen.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Die dreisteste Werbelüge 2011 - Jetzt abstimmen!

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5 Produkte stehen zur Auswahl: Verbraucher können jetzt die dreisteste Werbelüge 2011 küren
Bildquelle: abgespeist.de / foodwatch



Die Organisation Foodwatch hat 5 namenhafte Produkte auserwählt, welche absofort um den Titel "Der goldene Windbeutel 2011" kämpfen. Jeder Verbraucher hat dabei die Möglichkeit abzustimmen, welches Produkt für ihn die dreisteste Werbelüge darstellt.
Das Video erklärt nochmals genau welche Produkte zur Wahl stehen und warum diese den Titel verdient hätten. Noch bis zum 16. Juni kann unter abgespeist.de abgestimmt werden.

Eine große Beteiligung wäre mehr als wünschenswert, da so alle Verbraucher ein Zeichen gegen Mogelpackungen und Tricksereien in der Lebensmittelindustrie setzen können. Oft werden wir nämlich durch dreiste Werbelügen zu Käufen verleitet, die wir sonst warscheinlich nicht getätigt hätten: Es klingt schließlich vielversprechend, wenn der Klassiker Nimm2 noch mehr "wichtige" Vitamine enthält, Kühne mit langjähriger Tradition in der Produktion wirbt oder der Activia Joghurt für eine bessere Verdauung sorgen soll, obwohl ein Spaziergang wirkungsvoller wäre. Aber auch Ferdi Fuchs Mini-Würstchen und Milch-Schnitte versprechen uns ein gesundes Produkt, welches sich letztlich als sehr ungesund entpuppt.

Diese Wahl findet bereits seit 2009 statt und konnte sogar erreichen, dass sich Frucht-Tiger nicht mehr "gesund" nennt. In Deutschland sind wir noch lange von einer ernsthaften Transparenz in der Lebensmittelindustrie entfernt, weshalb diese Wahl umso wichtiger ist.

Jetzt mitmachen: Wähle die dreisteste Werbelüge 2011!

Dort können auch Protest-Mails an die Hersteller geschickt werden. Ebenfalls gibt es dort auch weitere Produktlügen und Tricksereien zu finden.

Nach der Wahl bekommt die Geschäftsführung des Gewinners den goldenen Windbeutel überreicht, wie es in den Vorjahren auch schon getan wurde.

Dienstag, 10. Mai 2011

Mach die Ohren auf: Musik kann auch kostenlos sein



Kostenlose und legale Musik gibt es bei Jamendo - Davon profitieren alle

"Jamendo - Mach die Ohren auf" heißt es im Logo der Internetseite von Jamendo.com. Ganz offensichtlich geht es hier um Musik - um legale und kostenlose Musik!
Besonders in der heutigen Zeit kämpft die Musikindustrie vehement gegen das illegale Herunterladen von Musik aus dem Internet und agiert dabei sehr erfolgreich, da im Jahr 2005 noch über 400 Mio. Songs illegal heruntergeladen wurden und bereits 4 Jahre später nur noch knapp 260 Mio. Lieder. Aus der Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) geht ebenfalls hervor, dass 2005 noch 4,4 Mio. Nutzer Tauschbörsen und ähnliche illegale Seiten genutzt haben, was im Jahr 2009 nur noch 2,9 Mio. User getan haben. Die Zahl der Raubkopien ist also stark rückläufig, wovon besonders Plattformen wie Musicload und Napster profitieren, die tausende Songs legal zum Verkauf anbieten. So hat sich die Zahl der bezahlten Musikdownloads in den vergangenen 5 Jahren fast verdoppelt. Schätzungsweise 6,7 Mio. Nutzer haben im Jahr 2010 kostenpflichtige Download-Plattformen genutzt, was einen Anstieg von ca. 2,3 Mio Nutzern zum Vorjahr bedeutet. Überraschend ist sicherlich auch, dass im vergangenen Jahr etwa 3,1 Mio. Menschen originale CDs erworben haben.

Das ist gewiss ein wünschenswerter Trend, von welchem allerdings fast nur die Musikindustrie und nur sehr wenig die Musiker profitieren. Deshalb sollte man neben dem Erwerb von originalem Liedgut auch andere Alternativen näher betrachten:
Eine sehr beliebte Methode ist der Download von YouTube Videos und die dann folgende Umwandlung in Mp3-Dateien, was heute mit verschiedenen Programmen ganz einfach funktioniert. Dennoch streiten sich hier die Geister, was zu verschiedenen Standpunkten führt:
Die eine Seite argumentiert, dass ein YouTube Download eine Raubkopie darstellt und es sich somit um eine vorsätzliche und widerrechtliche Aneignung eines Musikstücks oder Videos handelt. Die andere Seite wiederum vertritt den Standpunkt, dass bereits bei der Nutzung von YouTube ein Download erfolgt, welcher nur eben im Browsercache stattfindet und sich in ein selbstdefiniertes Verzeichnis auf der Festplatte speichert. In diesem Fall würden dann der Uploader und YouTube selbst die Verantwortung zur Wahrung der Rechte dritter tragen. Ich kann und möchte an dieser Stelle keine juristische Beratung leisten und empfehle deshalb vorsichtig mit dem Thema umzugeben. Bislang scheint es noch eine Grauzone für private Nutzer zu sein. Dennoch: Videos (somit auch die Musik), die offensichtlich zum Download freigegeben sind, dürfen auch heruntergeladen werden. Dieser feine Hinweis muss dann aber direkt beim Video angegeben und vom Uploader gewollt sein.

Viel besser und rechtlich sauber ist die Plattform Jamendo, die ich bereits oben kurz erwähnt habe. Dort wird freie Musik zur Verfügung gestellt, welche kostenlos und legal heruntergeladen werden kann. Das ist möglich, da alle Musikstücke unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht werden, was also bedeutet, dass der Interpret selbst bestimmen kann, welche Rechte er an den Liedern abtritt und welche er sich einbehält. So kann eine Band sagen, dass jeder ihr Album kostenlos herunterladen kann, aber kein Geld mit den Liedern verdienen darf und auch keines der Lieder bearbeiten bzw. in eigene Werke einbinden darf. Außerdem könnte die Band noch sagen, dass ihr Name erwähnt werden muss, wenn ihre Lieder veröffentlicht werden. Es gibt dabei zahlreiche Varianten, die stets beim Download zu sehen sind und auch beachtet werden sollten. In der Regel sind diese Lizenzen aber problemlos zu erfüllen und stellen kein Problem dar, wenn man bedenkt, dass die Musik stets kostenlos und legal ist.
Über 800.000 User können bei Jamendo auf ein Repertoire von mehr als 35.000 Alben von über 19.000 Musikern zurückgreifen. Wer bestimmte Künstler dennoch unterstützen will, hat die Möglichkeit eine Spende an diese zu tätigen. Natürlich kann man dort keine bekannten und international erfolgreichen Musiker finden (die sind ja auch bei der Musikindustrie unter Vertrag), sondern bekommt Musik geboten, die von Bands und einzelnen Musikern gemacht wurde, denen es mehr um die Sache geht, als um Geld. Die passende Musik für einen selbst zu finden, bedarf einiger Handarbeit und kann viel Zeit kosten und doch kann man ganz schnell eine super Playlist zusammenstellen.

Meine aktuellen Top 5:
- Loudog - Party Thieves
- Richtaste - Lights and Shades
- Früchte des Zorns - Wie Antennen in den Himmel
- Hello Citizen - Play this at my funeral
- Farmertan - The softer side

Interpreten und Nutzer profitieren gleichermaßen von Jamendo - Einfach mal selbst testen
;-)
 

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