Montag, 23. Mai 2011

Ranka Prante & Björn Thoroe: Schluss mit Atomkraft!


Sie stellten heute in Rendsburg den Ausstiegsplan der Linkspartei aus der Atomkraft vor

Am heutigen Montag, 23. Mai 2011, lud DIE LINKE zum energiepolitischen Vortrag ins Kreisbüro Rendsburg ein. Dort stellten Björn Thoroe, wirtschaftspolitischer Sprecher der LINKEN im Schleswig-Holsteiner Landtag und Ranka Prante, energiepolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag, den Ausstiegsplan der Partei aus der Atomkraft vor. Sie machten gleich zu Beginn deutlich, dass DIE LINKE die einzige Partei ist, die den Ausstieg aus der Atomkraft bis Ende 2014 durchsetzen möchte. Selbst die Grünen sprechen erst von einem Ausstieg im Jahr 2017, was eine offensichtlich wachsweiche Forderung darstellt. Bereits jetzt können 11 Atomkraftwerke vom Netz gehen, ohne das Deutschland ein Versorgungsengpass droht. Ebenfalls hat sich die Landtagsfraktion das Ziel gesetzt das AKW Brokdorf bis 2012 vom Netz zu nehmen, damit Schleswig-Holstein in Zukunft endgültig kein laufendes Atomkraftwerk mehr hat.

Des Weiteren fordert die Partei die Aufnahme des Atomausstiegs ins Grundgesetz, damit der Ausstieg unumkehrbar wird. Ebenfalls machte Ranka Prante deutlich, dass die Stilllegung der Atomkraftwerke kurzfristig mehr CO2 verursachen wird, was aber langfristig durch den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien stark reduziert wird. Man gibt sich also keiner Utopie hin und ist sich bewusst, dass bei einem bundesweiten Atomausstieg auch die Kohlekraftwerke noch laufen, welche bis 2020 durch erneuerbare Energien komplett ersetzt werden sollen.

Der Ausstiegsplan fordert einen schnellen, aber auch sozialverträglichen Ausstieg, weshalb die Stilllegung der Kraftwerke nicht auf Kosten der Arbeitgeber passieren darf. Aus diesem Grund möchte DIE LINKE positive Beschäftigungseffekte erzielen und viele neue Arbeitsplätze schaffen, da bereits heute rund 340.000 Menschen im Sektor der erneuerbaren Energien arbeiten. Außerdem würde die Schaffung neuer Arbeitsplätze vielen verschiedenen Regionen zugutekommen, da der Ausstiegsplan auch die Dezentralisierung des Strommarktes vorsieht und somit eine regionale Stromversorgung angestrebt wird.

Diese Energiewende muss nicht nur wegen der Ereignisse in Fukushima und der immer größer werdenden Knappheit fossiler emissionsstarker Energien schnell erfolgen, sondern auch, weil Wind-, Wasser-, Solarenergie sowie Bio- und Geothermie bereits gut entwickelte Alternativen darstellen und sinnvoll genutzt werden können. Darüber hinaus machte der wirtschaftspolitische Sprecher Björn Thoroe deutlich, dass die vier Konzerne Vattenfall, RWE, EON und ENBW unglaubliche Umsätze zu verzeichnen haben, aber keiner der Konzerne die Wünsche der Verbraucher wahrnimmt und umsätzt. Er machte ebenfalls deutlich, dass eine Vergesellschaftung der vier Energiekonzerne entscheidend ist, bei welcher die Bürger selbst mitbestimmen können.

Ein weiterer Punkt der sozialen Energiewende ist die öffentliche Daseinsvorsorge, welche auch in den Bereich der Stromversorgung übergreift. Ranka Prante stellte dabei offen fest, dass jährlich rund 800.000 Haushalte keinen Strom mehr beziehen können, da diesen das Geld für die Stromrechnung fehlt. DIE LINKE setzt sich deshalb dafür ein, dass jeder Bürger mit bezahlbarem und erneuerbarem Strom versorgt wird, da dieses ein Grundrecht in unserer Gesellschaft darstellt.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 

(c)2010 thorgeott. Based in Wordpress by wpthemesfree Created by Templates for Blogger