Freitag, 24. Juni 2011

Mattel zerstört Regenwälder für Spielzeugverpackungen


Mattel zerstört den Regenwald für Spielzeugverpackungen - Wir müssen das verhindern!

Mattel ist ein wahrer Spielzeugriese: 26.000 Mitarbeiter in 42 Ländern beschäftigt der Konzern und verkauft seine Produkte(u.a. Barbie und Masters-of-the-Universe) in mehr als 150 Staaten. 2007 konnte der Spielzeug-Konzern einen Umsatz von etwa 5,970 Mrd. US-Dollar verzeichnen.

1959 brachte Mattel die erste Barbie-Puppe auf den Markt und revolutionierte damit wohl den gesamten Spielzeugmarkt. Heute finden sich die beliebten Puppen in Millionen Haushalten weltweit wieder und sind sicherlich auch nicht mehr wegzudenken.
Greenpeace hat jetzt aufgedeckt, dass Mattel bewusst die Abholzung von Regenwäldern in Indonesien toleriert und damit auch den Lebensraum der letzten Tiger, Orang-Utans, Elefanten und weiterer Tiere zerstört. Die Ursache dafür ist, dass der Konzern sein Verpackungsmaterial für die Barbie-Produkte von der Firma Asia Pulp Paper(APP) bezieht, die bereits als Regenwaldzerstörer Indoniesiens bekannt ist. Man muss es sich einmal vor Augen führen: Bedrohte Wildtier-Gebiete, CO2-speichernde Regenwälder und Torflandschaften werden für billige Wegwerfverpackungen gerodet.
Es ist also die Aufgabe von uns Verbrauchern geworden, dass wir uns direkt bei Mattel beschweren und solche Verpackungen verurteilen. Hier kann die Protest-Mail abgeschickt werden! Außerdem: Mattel verwendet diese Verpackungen nicht nur für Barbie-Produkte, sondern sehr warscheinlich für das gesamte Produktsortiment.

Das Video zur Protestaktion:


Die Aktion von Greenpeace und die damit verbundenen E-Mails haben Aufmerksamkeit in der Presse erregt und auch Mattel selbst hat sich zu der Aktion geäußert. Die Los Angeles Times hat bereits hier und hier und im Wirtschafts-Teil über diese Machenschaften berichtet. Außerdem ist das Video in 20 verschiedenen Sprachen verfügbar, weshalb ein internationales Medienecho schon vorprogrammiert war.
Mattel hat sich auf der eigenen Firmenseite zu den Anschuldigungen bereits geäußert:

Gleich zu Beginn heißt es dort:
Während wir Greenpeace dafür danken, dass sie uns auf diesen wichtigen Sachverhalt hingewiesen haben, sind wir doch gleichermaßen darüber enttäuscht, dass dies auf einem derart emotionalen und unkonstruktiven Wege geschehen ist, insbesondere vor dem Hintergrund der offenen Kommunikation, die wir bereits hatten.
Da stellt sich natürlich die Frage, was genau an der Protestaktion "emotional und unkonstruktiv" sein soll, wenn die Vorwürfe doch offensichtlich sind und Mattel diese eigentlich nicht abweisen kann. In dem Schreiben stellt das Unternehmen fest, dass es keine direkten Geschäftsbeziehungen zu APP geben würde, sondern bezieht Mattel " Verpackungsmaterial von einer Vielzahl an Lieferanten, und es entspricht nicht der üblichen Geschäftspraxis, Lieferanten ihre Bezugsquellen vorzuschreiben."
Das bedeutet also, dass es dem Konzern egal ist, woher die einzelnen Lieferanten ihre Produkte beziehen. Ein Skandal, dass man es in der Vergangenheit nicht geschafft hat seine Lieferanten anständig zu prüfen, um die Abholzung vom Regenwald zu verhindern.

Dennoch scheint Mattel die Forderung der Verbraucher Ernst zu nehmen:
Gleichwohl haben wir unsere Verpackungslieferanten angewiesen, bis auf Weiteres den Bezug von Zellstoff der Firma Sinar Mas/APP einzustellen, solange wir die Behauptungen bezüglich der Abholzungen prüfen. Des Weiteren haben wir unsere Verpackungslieferanten aufgefordert, uns darzulegen, wie sie dieses Thema in ihrer eigenen Zulieferkette angehen.
Es bleibt aber abzuwarten, ob die Lieferanten ihre Bezugsquellen umstellen und auf dieses Holz verzichten. Außerdem muss auch in Zukunft geprüft werden, ob Mattel diese Forderungen gewissenhaft umsetzt und nicht nur versucht beschwichtigend zu agieren.
Darüber hinaus verspricht das Unternehmen weiteres Engagement im Nachhaltigkeitsbereich und will in Zukunft den Verbrauch von Wasser und Energie senken. Schön, hat aber nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun und hilft auch nicht dabei das Problem der Abholzung zu lösen.

Auch werden wir weiterhin eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um mehr Transparenz in Bereichen zu schaffen, die nicht unserer unmittelbaren Kontrolle unterliegen, wie z.B. der Einsatz von Zellstoff in Verpackungen.

Wir dürfen also gespannt sein, wie Mattel in der Zukunft agieren wird. Ein Erfolg für alle protestierenden Verbraucher war es bislang auf jeden Fall, da so der Konzern zum Nachdenken und Handeln gezwungen wurde. Öffentliche Kritik ist schließlich schlecht für's Geschäft, weshalb weiterhin Protest-Mails abgesendet werden müssen! Hier kann die Protest-Mail abgeschickt werden.

Aber damit noch nicht genug: Eine Arbeiterin von Tai Qiang, einem chinesischen Zulieferer von Mattel, beging aufgrund von Stress und Demütigungen am Arbeitsplatz Selbstmord. Verschiedene NGOs konnten 2009 feststellen, dass die Zulieferer von Mattel gegen Menschen- und Arbeitsrechte verstoßen. Auch dafür kann eine Protestmail hier abgesendet werden!

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Aus vorherigen Aktionen anderer NGOs ist mir bekannt, dass solche „Protest“-E-Mails nichts bringen. Es gibt dabei drei Vorgehensweisen der Empfänger: Automatisiert Löschen, keine E-Mails für die Empfängeradresse mehr annehmen, Ansturm aushalten und nachträglich irgendsoeine PR-E-Mail mit ähnlichem Inhalt, wie jetzt auf der Internetseite erschienen ist, schicken. Was man noch machen könnte ist vielleicht einen Brief schreiben (am besten mit individuellen Text und handgeschrieben), der macht wenigstens noch ein bisschen Arbeit zum Wegwerfen. Eine mir bekannte NGO verschickt auch gleich immer raumgroße Tafeln mit symbolischen Unterschriften oder hat auch mal symbolische Steine verschickt. In diesem Fall wäre ich ja dafür, die Verpackung zurückzuschicken oder persönlich abzugeben. Es geht ja ohnehin nur darum Kosten zu verursachen und das Ansehen zu schädigen.

Aber eigentlich bringt das nichts. Man kann nicht denken, mit 5 Minuten vor dem Computer verbringen kann man irgendwie etwas verändern. Am effektivisten wäre doch einfach nichts mehr von denen zu kaufen (deren Produkte sind sowieso scheußlich, da sie zum Wegwerfen produziert werden und Kinder in Rollen erziehen wollen). Bestimmt gibt es auch irgendwo ein Wiki wo man einfach solche Fakten zusammentragen könnte, damit man bei nächsten Mal bessere Kaufentscheidungen treffen kann.

Matell wird sich jedenfalls nicht ändern. Die kann man einfach nur sterben lassen, indem man nichts mehr kauft und sie dann irgendwann pleite gehen.

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