Dienstag, 6. September 2011

Bald ist die 60-Watt-Glühbirne endlich Geschichte

glühbirne
Auch für die 60-Watt-Glühlampe geht jetzt endlich das Licht aus.
Bildquelle: aboutpixel.de / Besser Wohnen © canja

Rund 130 Jahre liegt die bahnbrechende Erfindung nun schon zurück, die unseren Alltag enorm vereinfacht hat und unseren Lebensstandard stark steigen ließ. Doch gerade in Zeiten des Klimawandels und steigender Umweltprobleme müssen Lösungen gefunden werden und umweltschädliche Produkte sinnvoll ersetzt werden. Auch die Glühlampe ist kein effizientes Leuchtmittel, da sie den Großteil der ihr zugeführten Energie in Wärme (rund 95 Prozent) umwandelt. Das ist teuer und verbraucht unnötigerweise viel Strom. Nun, das dürfte uns eigentlich auch bereits bekannt sein, weshalb Energiesparlampen schon in vielen Haushalten zu finden sind.
Damit dieser Trend auch weiterhin bestehen bleibt, hat die EU bereits seit 2009 den Verkauf von 100- und 75-Watt-Birnen verboten, um erfolgreich zum Klimaschutz beitragen zu können.
Dennoch gibt es auch viele kritische Verbraucher, die das Verbot der Glühlampen nicht akzeptieren wollen. Bereits damals haben sie sich noch mit etlichen Birnen-Restposten eingedeckt, um auch für die nächsten Jahre versorgt zu sein. Ähnliches ist auch in den letzten Tagen mit der 60-Watt-Birne zu beobachten gewesen, da zahlreiche Verbraucher sich noch mit den übrig gebliebenen Birnen eingedeckt haben. Der Einzelhandel verzeichnete unglaubliche Absatzmengen: Beispielsweise die Hamburger Dorgeriemarktkette Budinowski verkaufte in kürzester Zeit noch rund 3000 60-Watt-Birnen. Ein Ansturm, der hoffentlich bald nachlassen wird, da die EU mit dem am 01. September 2011 in Kraft getretenen Verbot auch bestimmt, dass nach dem Abverkauf jeglicher Restmengen ein erneuter Bezug von diesen Birnen untersagt ist.

Fraglich ist dennoch, warum viele Verbraucher diesen Glühlampen hinterhertrauern, wenn die ökologischen Vorteile von Energiesparlampen eindeutig sind. Diese Leuchtmittel sind definitiv effizienter, da sie weniger Strom für eine vergleichbare Helligkeit benötigen und dabei auch weniger ungenutzt als Wärme verloren geht. Zudem haben Sparlampen eine höhere Lebensdauer, da diese eine Betriebsdauer von 10.000 - 20.000 Stunden aufweisen und eine herkömmliche Glühbirne nur rund 1000 Stunden leuchtet.
Aber vielleicht sind die ökologischen Vorteile beim Kauf der Leuchmittel für viele Kunden unerheblich, weil auch Sparlampen Nachteile haben. So erreichen umweltfreundliche Leuchten erst nach 30-120 Sekunden ihre volle Leuchtkraft, was im Vergleich zur normalen Birne schlechter ist. Außerdem sind Energiesparlampen teurer, weil diese zwischen 1,50 und 10 Euro kosten. Je nach Marke und Größe.
Ausgerechnet jetzt drohen namenhafte Hersteller mit Preiserhöhungen von bis zu 25 Prozent, was diese mit gestiegenen Rohstoffkosten versuchen zu rechtfertigen. Problematisch ist zudem die Entsorgung der quecksilberhaltigen Sparlampen, weil sie gesondert bei Recyclinghöfen abgegeben werden müssen. Auch beim Kauf neuer Lampen muss der Händler die alten Leuchten zurücknehmen und entsprechend entsorgen. Das ist insofern ohnehin negativ zu bewerten, da auch die Hersteller sich bislang nicht um ein funktionierendes Rücknahmesystem bemüht haben. Hier muss die EU ebenfalls Regelungen treffen und umweltfreundliche Leuchtmittel ohne Quecksilber stärker fördern.

Letztlich ist das Verbot der EU wichtig und richtig, da die ökologischen Vorteile nicht zurückzuweisen sind. Ersetzt man beispielsweise eine herkömmliche 60-Watt-Birne durch eine gleich helle 11-Watt-Sparlampe, können 20,5 Kilogramm CO2 eingespart werden. Das mag anfänglich wenig klingen und hätte doch eine große Wirkung. Alleine in der EU kann der Wechsel zu Energiesparlampen mehr als 20 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Dann wären 25 mittelgroße Kohlekraftwerke überflüssig. Bereits Deutschland könnte bei konsequenter Nutzung von Sparlampen ein Atomkraft- oder Kohlekraftwerk vom Netz nehmen.
Jeder von uns sollte jetzt selbst die Initiative ergreifen und alle Leuchtmittel - wo es möglich ist - durch Energiesparlampen ersetzen. Diese sind, trotz der genannten Kritikpunkte, deutlich umweltfreundlicher als herkömmliche Birnen und tragen somit zu einem aktiven Klimaschutz bei. Jeder kann das und es ist echt einfach. Auch wenn die Lampen beim Kauf etwas teurer sind. Das Geld sollte es uns aber wert sein, wenn wir die globalen Klimaprobleme selbst bekämpfen wollen. Energiesparlampen gibt es zum Beispiel in Bau-, Drogerie- und Elektronikmärkten zu kaufen.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=3-16qqrw3GE

Anonym hat gesagt…

Schonmal was von Quecksilber gehört?
Die Nachteile dieser "Lampen" :

- Starke elektromagnetische Felder mit ausgeprägten Oberwellen
- Nervende Flimmerfrequenzen
- Schlechtes, naturfremdes Licht
- Ökolog. kritische Herstellung
- Giftiges Quecksilber
- Entsorgung auf Sondermüll
- Lichtleistung lässt im Laufe der Gebrauchszeit nach
- Lebensdauer lässt mit der Anzahl der Ein-/Aus- Schaltungen nach

Wie alt bist du eigentlich? Und woher nimmst du dir deine Informationen? Du informierst dich eindeutig viel zu einseitig... Die Welt besteht nicht nur aus RTL & Bertelsmann ;)

Thorge Ott hat gesagt…

Hallo,
danke für deinen Kommentar.

Ich berichte gar nicht einseitig, sondern bin auf negative Aspekte sehr wohl eingegangen.
Du hättest den Artikel besser lesen sollen, da ich ganz klar auf quecksilberhaltige Energiesparlampen eingegangen bin, die
allerdings nur problematisch sind, wenn die Sparlampen zerbrechen. Eine normale Nutzung ist vollkommen unbedenklich.

Der Bund der Energieverbraucher hat in einer Presseinfo bekannt gegeben, dass die elektromagnetischen Felder reine
Panikmache sind, Energiesparlampen auch in dieser Hinsicht unbedenklich sind und sämtliche Grenzwerte für magnetische
Felder dabei unterschritten werden.
Genaueres: http://www.gutefrage.net/frage/sollte-man-energiesparlampen-wegen-elektromagnetischer-strahlung-nur-in-wand-deckenleuchten-einbauen

Was soll mir die Bezeichnung "naturfremdes Licht" sagen? Ich habe erwähnt, dass eine Energiesparlampe 30-120 Sekunden braucht,
um die volle Leuchtkraft erzielen zu können. Des Weiteren sind diese Lampen durch verschiedene Lumenzahlen gekennzeichnet, welche
aussagen, wie hell eine solche Lampe ist.

Auch auf die problematische Entsorgung habe ich im Text hingewiesen! Es liegt jetzt in der Verantwortung der EU die Hersteller
zum Umdenken zu bewegen, damit in Zukunft effektive Entsorgungssysteme dieses Problem lösen können. Bislang können
Energiesparlampen bei Recyclinghöfen abgegeben werden.

Die Lichtleistung und die Lebensdauer einer herkömmlichen 60-Watt-Birne lässt im Laufe der Gebrauchszeit bzw. durch häufiges
Ein-/Aus-Schalten auch nach. Das kann also kein Kritikpunkt sein!

Du kannst anscheinend nicht sachlich bleiben und musst gleich persönlich werden, das ist ein Zeichen von Schwäche.
Besonders schwach finde ich es allerdings, wenn man die komplette Liste von http://www.wahrheitssuche.org/energiesparlampen.html
kopiert und dann auch noch niveaulos mit RTL und CO. kommt. Spätestens da hört die Sachlichkeit auf.
Und wer dann auch noch Videos á la "Die CO2-Lüge" postet, hat noch nicht begriffen, dass bestimmte Naturkatastrophen, das Schmilzen
des Eises am Nordpol und das Aussterben verschiedener Tierarten Auswirkungen des Klimawandels sind.

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