Dienstag, 11. März 2014

3 Jahre nach Fukushima: 30 Leute forderten den sofortigen Atomausstieg in Kiel



Drei Jahre liegt die Katastrophe von Fukushima nun zurück - und die Lage hat sich absolut nicht gebessert. Die Region um Fukushima ist aufgrund der hohen Strahlungsbelastung nach wie vor unbewohnbar, täglich gelangen unkontrolliert 300 Tonnen verstrahltes Wasser in den Pazifik und die Risiken einer Bergung der teils geschmolzenen Brennstäbe sind erheblich.

Dieses Unglück sollte - wie alle anderen Atomkatastrophen in der Vergangenheit auch - ein Mahnmal dafür sein, dass Atomkraft eben keine sichere Form der Energieerzeugung ist. Täglich könnte eine derartige Katastrophe auch in einer deutschen Atomanlage eintreten. Selbst die besten TechnikerInnen könnten die Gefahren niemals komplett ausschließen. Die Frage der Atommülllagerung ist weiterhin ungelöst, weil es einfach kein geeignetes Endlager gibt bzw. überhaupt nicht geben kann. Die geplante Endlagerkommission suggeriert allerdings, dass eine solche Lagerstätte tatsächlich gefunden werden kann. Doch wie soll nach einem geeigneten Standort gesucht werden, wenn täglich weiterer Atommüll produziert wird, der noch etliche nachfolgende Generationen vor eine unlösbare Aufgabe stellen wird?

Und wer nun glaubt, dass Deutschland den Atomausstieg längst beschlossen hat, irrt gewaltig: Die Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau und die Brennelementefabrik in Lingen sind von diesem Beschluss nicht betroffen. Auch die etwa wöchentlich durch den Nord-Ostsee-Kanal fahrenden Atomtransporte dürfen weiter erfolgen. Spätestens 2022 soll Deutschland die restlichen AKW stilllegen, was jedoch jederzeit rückgängig gemacht werden kann, da eben dieser Beschluss nicht im Grundgesetz verankert wurde.

Bundesweit sind etwa 11.000 Menschen bei  mehr als 240 Mahnwachen am Montag, dem 10.03.2014, und teils am darauffolgenden Dienstag auf die Straße gegangen, um abermals auf Fukushima und die damit verbundenen Risiken aufmerksam zu machen. In Kiel hatten sich etwa 30 Leute am Bahnhof zusammengefunden, wo sie mit mehreren Transparenten und Flugblättern den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft forderten.

Fukushima ist überall! Atomausstieg bleibt Handarbeit!



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