Dienstag, 29. März 2011

Rendsburg - Nur 60 Teilnehmer bei Anti-Akw Mahnwache!


Jeder hat ein AKW in seiner Umgebung! Das wissen auch die Leute in Rendsburg.

Am milden Montagabend, dem 28.03.2011, fanden sich etwa 60 Leute auf dem Schiffbrückenplatz in Rendsburg zusammen, um friedlich gegen Atomkraft zu demonstrieren. Der offizielle Beginn war um 18 Uhr, wobei einige Leute auch noch danach zur Versammlung hinzugestoßen sind. Aus zeitlichen Gründen bin ich diesen Montag nicht nach Kiel gefahren und habe mich deshalb kurzfristig entschlossen in Rendsburg an der Anti-Akw Mahnwache teilzunehmen, die mit 60 Personen auch für eine Stadt wie Rendsburg sehr klein ausgefallen ist. Zwar riefen die Veranstalter im Internet zu einer friedlichen Mahnwache auf und dennoch ähnelte es eher einer kleinen Menschenmenge, die eine halbe Stunde herumstand und wirklich nichts getan hat. Vereinzelt waren Fahnen zu sehen und dennoch wirkte alles sehr trostlos, da Redebeiträge, Musik, Transparente und Spürche wie "Abschalten!" usw. komplett fehlten. Des Weiteren beteiligten sich auch Linkspartei und Grüne an der Mahnwache.
Wie ich außerdem erfahren habe, ist auch die Zahl der Teilnehmer zur Woche davor extrem gesunken und es scheint so, als würden die Leute langsam Japan vergessen haben und zum Alltag zurückgekehrt sein. Die Idee einer Mahnwache gegen Atomkraft ist richtig und wichtig und dennoch sollte man sie etwas liebevoller und wirksamer ausgestalten. Kiel hat gezeigt, wie das aussehen muss und Rendsburg sollte nachziehen, damit sich auch dort endlich mehr Bürger beteiligen und ein noch klareres Zeichen gegen Atomkraft setzen.
Auch an diesem Montag fanden wieder bundesweit Veranstaltungen gegen Atomkraft statt!

Zur Verwendung der Bilder/Videos: Die Bilder stehen unter der CC-BY-SA Lizenz. Das bedeutet: Die Bilder dürfen verbreitet werden und dürfen auch nach freien Wünschen bearbeitet werden. Auch für kommerzielle Projekte stehen diese Bilder kostenlos zur Verfügung. Wichtig: Mein Name und der direkte Link zum Blog muss stets mit angegeben werden. Weitergabe der Bilder bitte nur unter gleichen Bedingungen!








































Dienstag, 22. März 2011

Atom-Protest in Kiel geht weiter - Über 500 Teilnehmer bei Mahnwache


"Fukushima ist überall!" - Unter diesem Motto demonstrierten auch an diesem Montag mehrere hundert Bürger in Kiel.

Auch an diesem Montag, dem 21.03.11, gingen erneut über 500 Teilnehmer (laut Polizeiangaben lediglich 150) auf die Straße, um gegen Atomkraft zu demonstrieren. Um 18 Uhr trafen sich mehrere hundert Bürger am Kieler Hauptbahnhof, um geschlossen zum Rathausplatz zu marschieren, wo sich bereits weitere Demonstranten versammelt hatten. Auch bei dieser Mahnwache verdeutlichten verschiedene Redebeiträge, warum die Menschheit in Zukunft nicht auf Atomkraft bauen darf und das die Aussetzung der Laufzeitverlängerungen lediglich Wahlkampftaktik ist. Die Wut der Bürger ist weiterhin zu spüren und der Protest bleibt standhaft. Ebenfalls waren wieder Linkspartei, SPD und weitere Bündnisse beteiligt. An rund 670 Orten in ganz Deutschland fanden an diesem Montag Mahnwachen statt.

Zur Verwendung der Bilder/Videos: Die Bilder stehen unter der CC-BY-SA Lizenz. Das bedeutet: Die Bilder dürfen verbreitet werden und dürfen auch nach freien Wünschen bearbeitet werden. Auch für kommerzielle Projekte stehen diese Bilder kostenlos zur Verfügung. Wichtig: Mein Name und der direkte Link zum Blog muss stets mit angegeben werden. Weitergabe der Bilder bitte nur unter gleichen Bedingungen!





17:50 - Am Bahnhof wird es langsam richtig voll.










Linkspartei und andere Gruppen beteiligten sich ebenfalls am Anti-Atom-Protest.












18:30 - Der Demozug trifft am Rathausplatz ein.







Und mich gibt's auch auf einem Bild (erste Reihe, 2. Person von links ;) )
Bildquelle: Kieler Nachrichten/Frank Peter

[Weitere Text- und Materialbeiträge:]
Kieler Nachrichten

Donnerstag, 17. März 2011

5 unbequeme Atom-Lügen der Bild

Ein wirklich peinlicher Versuch Atomkraft zu rechtfertigen!

1986 war es Tschernobyl und heute ist es Fukushima - Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist endgültig gegen Atomkraft und fordert die sofortige Abschaltung. Nur die Bild-"Zeitung" versucht in so einer heiklen Situation alles schön zu reden und liefert dem Leser einen absolut peinlichen Artikel, welchem die Argumente fehlen.

Am Anfang des Artikels schreibt Oliver Santen, der übrigens Ressortleiter für Politik und Wirtschaft bei der Bild ist, ganz stolz:"Vergessen wir dabei nicht ein paar unbequeme Wahrheiten über die Atomkraft? BILD nennt sie, auch wenn derzeit niemand sie hören will:"
Wunderbar, da macht sich die Bild einfach zum Überbringer angeblicher unbequemer Wahrheiten und widerspricht einfach anderen Medien und der Wissenschaft. Herr Santen scheint ja wirklich ein schlauer Mann zu sein...

Sein erstes Argument("Deutschland ist umzingelt von Atomkraft!") ist, wenn man den folgenden Text nicht betrachtet, noch vollkommen korrekt. Weiter heißt es im Text:"Auch wenn Deutschland alle Meiler abschaltet, leben wir nicht sicherer, bleibt Europa die weltweit bedeutenste Kernenergie-Region! 126 Atomkraftwerke stehen in der EU, 72 in unseren Nachbarländern. Allein Polen plant vier neue Reaktoren."
Sicherlich wäre Deutschland, wenn alle Meiler vom Netz gehen, noch von Atomkraft umgeben und doch wäre dieser Schritt enorm wichtig. Deutschland könnte auf diese Weise zeigen, dass eine Stromversorgung ohne Atomkraft möglich ist und könnte so andere Länder zu gleichen Taten motivieren. Ein Land muss doch in der Atom-Frage Vorreiterrolle annehmen! Gehen wir immer nur nach dem Motto, dass die anderen Länder dann ja noch Atomkraftwerke haben und wir deshalb unsere Meiler auch weiter betreiben könnten, wird es Atomkraft auch noch in 50 Jahren geben, weil nicht gehandelt wird. Das ist der falsche Weg, wenn wir in Zukunft weltweit sauberen und sicheren Strom beziehen wollen.
Der größte Witz ist aber die Behauptung, dass in der EU 126 Atomkraftwerke stehen, Focus Online aber von 143 Atomkraftwerken, AFP von 140 Kraftwerken und sogar BILD-Online in einem anderen Artikel von 143 Atomkraftwerken spricht!
In Deutschland gibt es 17 Atomkraftwerke, was also folgende Rechnung bedeuten würde: 143-17=126 Atomkraftwerke. Somit hat Herr Santen einfach mal die deutschen AKWs weggelassen und so getan, als wäre schon die Energiewende in Deutschland vollzogen worden. Er arbeitet also bewusst mit falschen Werten.

"Je schneller Deutschland aus der Atomkraft aussteigt, desto mehr sind wir auf Kohle und Gas angewiesen. Das heißt: Alte (schmutzige) Kohle- und Gaskraftwerke müssen länger laufen. [...] 2010 stammten nur 17% unseres Stroms aus erneuerbaren Energien. Die Solarenergie lieferte gerade mal 2%."
Lächerlich ist die Behauptung, dass alte Kohle- und Gaskraftwerke länger laufen müssten, da es ebenfalls extrem alte Atomkraftwerke in Deutschland gibt. Brünsbüttel kam 1976 ans Netz und hatte bereits über 450 Störfälle. Neckarwestheim I wurde im selben Jahr in Betrieb genommen und hatte seitdem, zusammen mit Neckarwestheim II, über 500 Störfälle. Biblis A und B wurden 1974 bzw. 1976 in Betrieb genommen und hatten bislang über 800 Störfälle. Und das sind nur einige wenige Beispiele für total veraltete Schrottmeiler in Deutschland!
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat die 17% ermittelt und dabei auch erwähnt, dass die erneuerbaren Energien somit einen höheren Anteil als zum Vorjahr ausmachten. Das heißt: Erneuerbare Energien sind im Kommen und werden in den nächsten Jahren einen noch größeren Anteil ausmachen!
Greenpeace hat des Weiteren bestätigt, dass Deutschland bis spätestens 2050 vollkommen aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann und bis 2015 problemlos alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden können, ohne einen Versorungsengpass zu riskieren.
Sicherlich sind Kohle und Gas keine nachhaltigen Energielieferanten und dennoch sollte man sie nicht als Gegenargument zur Atomkraft verwenden, da schließlich Kohle, Gas und Atomkraft für Mensch, Tier und Umwelt eine enorme Gefahr darstellen. Kohlekraftwerke haben einen unglaublichen CO2 Ausstoß und sichere Endlager für den Atommüll gibt es auch keine.
Statt die Atomkraft schön zu reden, und das nach diesen schrecklichen Vorkomnissen in Japan, hätte die Bild lieber zum Umstieg auf Ökostrom ermutigen können! Ökostrom ist nicht teurer, wie es in dem Artikel behauptet wird ("Viele Menschen sind mit dem Gewissen gegen, mit dem Geldbeutel aber für Atomkraft!"). Teilweise sind Ökostromanbieter sogar günstiger und jeder Kunde, der diesen Strom bezieht, sorgt für den so wichtigen Ausbau von erneuerbaren Energien und stellt gleichzeitig sicher, dass unser Strommarkt nicht mehr nur von 4 riesigen Konzernen bestimmt wird! Das Greenpeace Magazin hat nachgewiesen, dass die Nachfrage nach Ökostrom noch nie so groß war und immer mehr Menschen zu einem wirklichen Ökostromanbieter wechseln.

Herr Santen, das war echt peinlich!


Atomausstieg selber machen! - Jetzt zu einem echten Ökostromanbieter wechseln!

Dienstag, 15. März 2011

Kiel: 500 wollen endlich abschalten!

"Atomkraftwerke abschalten!" wünschten sich die Bürger auch in Kiel.

Unter dem Motto "Gegen Atom­kraft! Fukus­hima ist über­all" demonstrierten rund 500 (Wert vor den Polizeiangaben, der mit angeblich 1000 Teilnehmern zu hoch angesetzt ist!) Menschen am Montagabend, dem 14. März, gegen Atomkraft und für die Abschaltung aller AKWs. Der Demozug startete gegen 18 Uhr am Kieler Hauptbahnhof und traf dann um 18:30 am Rathausplatz ein, wo sich bereits einige hundert Demonstranten zusammengefunden hatten. Es folgten dann 2 Redebeiträge, die nochmals deutlich machten, wie groß das Risiko der Atomkraft tatsächlich ist.
Danach bewegte sich der Demozug, jetzt unter Begleitung der Polizei, zurück zum Bahnhof. Von dort ging es, scheinbar spontan, weiter zum Landtag, wo eindrucksvoll die Abschaltung aller AKWs gefordert und gleichzeitig eine Schweigeminute für die Opfer in Japan abgehalten wurde. Die Wut war den Bürgern deutlich anzumerken, weshalb sie immer wieder "Abschalten!" und "Atomkraft? - Nein Danke" riefen. An der Demonstration beteiligten sich neben Linkspartei, SPD, Grünen und DKP auch weitere linke Bündnisse und junge Menschen, sowie alte Menschen gleichermaßen.

Zur Verwendung der Bilder/Videos: Die Bilder stehen unter der CC-BY-SA Lizenz. Das bedeutet: Die Bilder dürfen verbreitet werden und dürfen auch nach freien Wünschen bearbeitet werden. Auch für kommerzielle Projekte stehen diese Bilder kostenlos zur Verfügung. Wichtig: Mein Name und der direkte Link zum Blog muss stets mit angegeben werden. Weitergabe der Bilder bitte nur unter gleichen Bedingungen!


oder auf Vimeo.com



17:15 - noch ist kaum etwas zu sehen...



17:20 - Die ersten Teilnehmer treffen am Rathaus ein.



Die Parole ist eindeutig!



17:50 - Auch am Bahnhof haben sich bereits ein paar Demonstranten eingefunden. Von hieraus geht es zur Mahnwache auf dem Rathausplatz.















18:00 - Der Demozug macht sich auf in Richtung Rathausplatz.



18:15 - Mahnwache am Kieler Rathaus + 2 Redebeiträge.






19:00 - Die Demonstranten sind zurück am Hbf und ...



... ziehen jetzt zum S-H Landtag.



Protest vor dem Landtag


[Weitere Text- und Materialbeiträge:]
Kieler-Nachrichten (Haben gestern noch eine Teilnehmerzahl von 450 gemeldet!)
SHZ
Youtube I
 

(c)2010 thorgeott. Based in Wordpress by wpthemesfree Created by Templates for Blogger